Katzen teilen?

Wenn ich mich so im Netz herumtreibe, drängt sich mir der Eindruck auf, dass es wohl kaum eine Möglichkeit gibt bekannt zu werden, die sich mit dem Katzenzerteilen messen kann. Mieze ins virtuelle Soziale hochladen und achwiesüß allerorten.
Wenn es nichts zu berichten gibt, braucht man nur ein neues Foto des Heim-Fuuchs – und ab geht die Post.
Na schön, dann will ich mich dem mal nicht verweigern. Hier ist also Balu, auch genannt „Der Chef“. Eigensinnig bis zum Gehtnichtmehr und er macht sowieso NIE, was ihm gesagt wird. Er bestimmt, wann gekrault und geschmust wird, wo das stattzufinden hat (einen halben Meter außerhalb der Reichweite des designierten Flohteppichkneters) und er hat sicher schon mal gehört, dass Katzen auf dem Esstisch und der Arbeitsplatte der Küche nichts verloren haben.
Juckt ihn aber nicht die Bohne.
Ab und zu hilft er aber doch. Eine schnurrende Katze (oder besser: einen Kater) zu kraulen hilft bisweilen, kreative Blockaden zu lösen. Früher kam er ja noch öfter ins Büro, lag auf dem Schoß und wollte mitschreiben. Das hat er aber etwas eingeschränkt und er spielt lieber “Katze schläft Regen herbei”. Wie hier gerade.
Für Memianer wäre es sicher eine revolutionäre Vorstellung, dass es Tiere geben könnte, die man sich nur zum Vergnügen und für das Wohlbefinden hält…

Der Prinz auf der Erbse

Der Prinz auf der Erbse

Sensation: Langohraaser entdeckt!

Letzten Sonntag besuchte ich eine Bekannte nahe des Rheins, die einen sehr großen Garten hat. Er liegt an einem Hang, hat viele hohe Bäume (was ihn grundlegend von Memiana unterscheidet), eine Menge geheimer Plätze und bietet auch sonst viele Überraschungen. Doch mit dieser hatte ich nicht gerechnet. Versteckt zwischen Büschen entdeckte ich etwas, das ich zuerst für einen Hasen hielt. War es aber nicht! Bei genauem Hinsehen musste ich feststellen, dass das Tier ganz bestimmt kein Nager war. Mit einem breitmäuligem, bösen Grinsen bleckte es die scharfen Zähne – und ich griff zu.
Ich konnte nicht anders. Ich musste diesen Langohraaser einfach mitnehmen. Jetzt sitzt das Viech nahe meines Schreibtischs und beobachtet mich misstrauisch.
Jetzt mal im Ernst: Ich besitze einige Skulpturen von Beate Thiesmeyer (http://www.be-arte.de) und wollte am Sonntag meine „Leserin“ abholen, die ich schon vor einem halben Jahr entdeckt und gekauft hatte. Sie kann nun endlich ihren Platz in der renovierten Bibliothek einnehmen (merke: Bauen dauert immer dreimal so lange, wie der Architekt verspricht …). Ich liebe die oft skurrile Fantasie dieser Künstlerin und ihre ausdrucksstarken Plastiken. Da Beate Thiesmeyer am letzten Wochenende ihre traditionelle Sommerausstellung in Atelier und Garten hatte, nutzte ich natürlich die Gelegenheit, mich ein wenig umzuschauen. Und da saß er und grinste mich verächtlich an: Warte nur, dich kriege ich auch noch, schien er zu denken.
Nö.

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Umgekehrt, mein Freund. Jetzt habe ich DICH!
Beate Thiesmeyer kennt Memiana (noch) nicht, aber GENAU SO habe ich mir Langohraaser tatsächlich vorgestellt. Diesen Kerl musste ich einfach haben und so bin ich mit zwei statt einem Kunstwerk nach Hause gefahren.
Das Biest ist in Keramik modelliert, etwa 40 cm hoch und ziert nun mein Büro. Vielleicht liest Beate Thiesmeyer ja irgendwann mal etwas von Memiana und lässt sich zu weiteren Reißern und Aaser inspririeren. Ich fände das jedenfalls großartig. Ein Memiana-Zoo rund um meinen Arbeitsplatz, das wäre etwas.
Hm, vielleicht spreche ich sie mal direkt darauf an. Das wäre zumindest eine Idee.

Mit Band 5 werde ich heute wohl fertig. Ich meine mit den Korrekturen. Heute ist das letzte Kapitel dran. Und immer wieder erwische ich mich dabei, dass ich in Bezug auf meine Leser denke: „Oha, da kommt was auf Euch zu. Wenn Ihr wüsstet …“