Hoffentlich lauscht keiner…

Kabelaaser

Kabelaaser

In unserem Haus wohnen ein paar ganz interessante Menschen. Neben diversem, leicht extrovertiertem und Kollateralschäden verursachendem Getier (der blöde weiße Karnickel, der mit seinen blauen Augen immer so unschuldig schaut, hat gestern 3 (in Worten: drei) Kabel bei meinem jüngeren Junior durchgefressen, sich dabei eine schwarze Schnauze und angesengte Barthaare geholt und TV, Telefon, Internet und einen lokalen Computer lahmgelegt…).

Alfred

Gestatten: Alfred

Das Schlimme ist, die menschlichen Wesen sind alle Künstler. Das Gute ist, die menschlichen Wesen sind alle Künstler. Zurzeit sind es eine Keramikerin, ein Gitarrenheld (8 Stunden Tag: Marshall rules!) und zwei Schriftsteller.
Ja, das jüngste unter meinen weiblichen Gewächsen schreibt auch und weiß mit 15 schon seit zwei Jahren, dass das Berufsziel Schriftstellerin ist (und die Vorstellung, dass man dazu keine Mathematik braucht; könnte sich als fataler Irrtum erweisen…). Ihren Namen zu nennen hat sie mir verboten, einmal, weil sie ihn sowieso Scheiße findet (ich nicht) und zum anderen, weil sie nicht will, dass die Leute sie kennen und über sie reden. Okay, das wird sie als designierte Schriftstellerin nicht umgehen können. Fotos sind übrigens auch tabu.
Ich werde es nicht wagen, gegen diese Auflagen zu verstoßen, denn sie kratzt, beißt und hat eine Axt. Wenn sie Wut hat, geht sie damit in den Wald. Mit Alfred. So heißt das Beil. Ehrlich.
Aber ich wollte etwas ganz Anderes erzählen.
Künstler also. In einem Haus. Und manchmal zusammen am Tisch. Bei diesen Gelegenheiten kommt es häufig zu interessanten Gesprächen
Wie gestern.
Da entspann sich folgender Dialog, begleitet von dramatischen Gitarrenriffs aus dem ersten Stock.

(BK = Bildende Künstlerin, MS = Memianaschöpfer, FMA = Frau mit Axt).

MS: „Bei mir kommen gerade die Blutschader.“
FMA: „Mein Hauptcharakter ist gestorben.“
MS: „Wann ist DAS denn passiert?“
FMA: „Freitag.“
BK: „Hast du den nicht am Bahnhof umgebracht?“
FMA: „Ja, am Brunnen.“

Bisweilen sehen wir uns einfach nur an und jeder weiß, was der andere denkt: „Hoffentlich hat uns keiner zugehört!“


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